Wörterbuch

In der Zarenzeit bis 1918 erlernten die Bessarabiendeutschen die russische Staatssprache. Nach dem Übergang Bessarabiens zu Rumänien 1918 musste Rumänisch als neue Staatssprache erlernt werden. Man blieb aber immer der deutschen Muttersprache treu. In den Wortschatz schlichen sich jedoch zahlreiche Fremdwörter ein, die dem dort lebenden Völkergemisch aus rumänischen, ukrainischen, russischen, bulgarischen und gagausischen Bestandteilen entlehnt wurden.

Innerhalb der deutschen Kolonisten gab es zwei unterschiedliche Mundarten, die auf ihrer unterschiedlichen Herkunft aus Deutschland beruhten. Die Sprecher wurden entweder den Schwaben oder den Kaschuben zugeordnet. Als Schwaben galten die aus Süddeutschland ausgewanderten Kolonisten. Ihre Mundarten, die badische und die schwäbische, waren am stärksten vertreten. Aber auch die weniger verbreitete kaschubische Mundart wurde beibehalten. Kaschubisch hatte dabei nichts mit dem slawischen Stamm der Kaschuben aus dem Danziger Raum gemein. Kaschuben war in Bessarabien eine spöttische Bezeichnung für die Warschauer Kolonisten, die aus dem Großherzogtum Warschau eingewandert waren. Sie hatten ihren plattdeutschen Dialekt beibehalten.

Begriff Übersetzung Bemerkungen